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Diskussion «Metadaten-Norm zu gross und abstrakt?»
Artikel 1-7 von 7



Stefan Keller
28. Dezember 04 (17:15 Uhr)
Beitragsnummer: 369
In der Zwischenzeit konnten wir mit einer webbasierten Applikation weitere Erfahrungen sammeln. Mit dieser GM03-Core-kompatiblen Webapplikation wurden erste Tests sowohl mit Benutzern (Auftraggebern und Kursteilnehmern) als auch mit Softwareentwicklern (Informatikstudenten) durchgeführt.

Fazit bisher: Das Modell scheint vielen Benutzern tatsächlich gross und abstrakt. Immerhin hatte das offenbar zur Folge, dass sich viele Applikationen diesem Umstand anpassten und Hilfen anbieten, wie z.B. Konfigurationen (Profiles) und Benutzeroberflächen u.a. mit gestaffelten Dialogen.

Peter Hirzel
22. November 04 (10:05 Uhr)
Beitragsnummer: 305
Herr Angst, das waren nur sehr bescheidene Anregungen bspw. dass die Unterscheidung von Organisationen und Personen via CI_ResponsibleParty vielleicht etwas schwerfällig modelliert sind etc. Diese Meldungen sind aber schon vor gut einem Jahr gemeldet worden, es handelt sich also nicht um aktuelle Inputs.

Dominik Angst
16. November 04 (15:22 Uhr)
Beitragsnummer: 303
Herr Hirzel, was sind die Inhalte Ihrer Diskussionsapsekte, die Sie ans Kernteam weitergeleitet haben?

Peter Hirzel
4. November 04 (13:48 Uhr)
Beitragsnummer: 294
Als SW-Entwickler möchte ich mir nicht anmassen über den Umfang von GM03 zu urteilen. Bei der Benutzung/Interpretation des Modells bietet aber die "GeoMeta-Lösung" (grafische Anwendung mit DBMS - z.Z. im Beta-Release) von "Eisenhut Informatik AG" und "softEnvironment" Hilfe für die Verwaltung von Metadaten gemäss GM03.

(Bezüglich Richtigkeit des Modells sind mir schon ein paar Diskussionsaspekte aufgefallen, die ans Kernteam weitergeleitet wurden. Vielleicht tragen die Change Requests einmal Früchte...)

Ruedi Haller
10. Mai 04 (14:31 Uhr)
Beitragsnummer: 157
Meines Erachtes gibt es zwei Ansätze für Geodaten im zukünftigen Geomarkt:

Entweder werden die Daten so umfassend dokumentiert, dass ein potentieller Kunde die "Fitness for use" für seine spezifische Applikation analysieren kann, oder er produziert die Geodaten neu und nach seinen Spezifikationen, um die "Fitness for use" zu gewährleisten. Diese Daten bleiben dann aber proprietär, ihr Nutzen für die Allgemeinheit ist gering.

Wenn wir Geodatenzentren (GDC) aufbauen (wollen), folgen wir dem ersten Grundsatz: Geodaten werden Kunden für verschiedene Zwecke angeboten. Der Kunde hat (in Zukunft vielleicht) die Wahl, unter verschiedenen Anbietern auszuwählen. Ich bin mir sicher, dass er neben dem Preis auch darauf achtet, sämtliche notwendigen Informationen über den Datensatz zu erhalten. Was notwendig ist, bestimmt in diesem Fall nicht mehr der Datenproduzent und auch nicht das GDC, sondern der Kunde.

Wenn Geodatenzentren mit dem Anspruch aufgebaut werden sollen, Datenarchive für verschiedene zukünftige Anwendungen zu erstellen, die dem Anspruch genügen, Daten für viele Jahre bereit zu halten, dann ist die ISO-Norm 19115 Pflicht. Kür wäre es, den potentiellen Kunden Tools anzubieten, wie sie die "Fitness for use" in der spezifischen Anwendung noch zusätzlich prüfen könnten.

Dominik Angst
4. März 04 (15:42 Uhr)
Beitragsnummer: 92
Aus meiner Sicht ist ISO-Core (und auch GM03Core) nicht zu umfangreich, wenn man Daten sinnvoll und vergleichbar charakterisieren will. Nur mit einem File-Namen, einer Inhaltsbeschreibung und einer Bezugsadresse ist es nicht getan. Es ist zwar besser als gar nichts. Aber wenn man sich schon daran macht, Metadaten zu erfassen, dann sollte dies in einer Art und Weise geschehen, damit diese aussagekräftig und mit anderen vergleichbar sind. Und genau das will ISO und auch KOGIS mit GM03.

Über die Abstraktheit des Metadatenmodells kann man sich streiten. Ich denke es wäre weniger abstrakt, wenn das Modell besser verständlich wäre. Da gibt es sicher noch einiges zu tun, z.B. Darstellung mit Views und nicht nur die UML-Diagramme. Der Normentwurf ist zZ in Bearbeitung bei der Arbeitsgruppe Metadatenmodell der TK151 und in Bälde wird sich weisen, welche Anpassungen vorgenommen werden.

Beste Grüsse
Dominik Angst

Stefan Keller
10. November 03 (19:35 Uhr)
Beitragsnummer: 43
Ich habe da einen wohl nicht ganz ernst gemeinten Song gefunden zum Thema ISO-Metadaten! Er heisst "Metadata Louie" und ist als ASCII-Dokument in der Dateibeilage zu finden.

Was ich da in den Lyrics lese, enthält sicher auch ein Körnchen Wahrheit. Da steht u.a. "I write my metadata, all day long" - "will cost a couple of bucks" ...

Offenbar bin ich nicht ganz der einzige mit der Meinung, dass der Core des ISO-19115-Metadatenmodells zu gross und zu abstrakt sei... Was ist Ihre Meinung dazu?

Metadata_Louie.txt



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